Reglemente Vogelmesse

 

 Der Vogelfreundeverein ‘de volièrevriend’ veranstaltet zweimal im Jahr (im Prinzip im Februar und im September) eine Vogelmesse in de IJsselhallen in Zwolle. Zu diesem Zweck gibt es eine Messekommission.

Die Umsicht des Vereins zielt auf die Optimierung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Käfig- und Volierevögeln. Dies nicht nur in Hinsicht auf die Haltung, die Versorgung und die Zucht dieser Vögel, sondern auch auf die An- und Verkauf von Vögeln.

In Bezug auf diese Umsicht haben Vorstand und Messekommission Richtlinien aufgestellt. An erster Stelle gibt es diese Richtlinien für das Schaffen von Regelungen, die die Gesundheit und das Wohlbefinden der Vögel sichern, auch während der Transport von und zu der Vogelmesse, sowie auch das Wohlhaben von Menschen und Vögeln auf der Zwollener Vogelmesse.

 

1. Begriffsbestimmungen Vogelmesse: eine von der Messekommission des Vogelfreundevereins ‘de volièrevriend’ organisierte eintägige Messe mit den Namen „de Zwolse Vogelmarkt“. Aussteller: eine Privatperson oder eine(n) Händler(in), der/die einen Verkaufsstand auf der Vogelmesse hat.

2. Gesetzgebung und Verordnungen 2.1 Die Aussteller dürfen nicht gegen nationalen und europäischen Gesetzgebungen und Verordnungen verstoßen. Die wichtigsten Gesetze und Verordnungen sind in diesem Rahmen:

A. das Naturgesetz. das Tierschutzgesetz / TSchG C. das CITES-Abkommen für den Handel in bedrohten Tierarten D. Das EU-Gesetz für wilde Tier- und Pflanzenarten

3. Veranstaltung

3.1 Der Verein „de Volierevriend“ ist nicht haftbar für Verstöße, die von den Ausstellern verübt werden und wird alles versuchen, die Gesundheit und das Wohlhaben von Mensch und Tier zu sichern.

3.2 Als Leitfaden dient unter anderen das Qualitätshandbuch der Messekommission. Dieses ist im Messebüro vorhanden.

4. Verkaufsraum

4.1 Die IJsselhallen verfügen über ein einzigartiges Schleusensystem, wodurch Zugluft und Kälte bis zum Minimum beschränkt sind. Hierdurch gibt es für die angebotenen Vögel eine verantwortungsvolle Raumtemperatur.

4.2 Trinkwasserstellen sind vorhanden. Zwei Versetzkäfige kann man kostenlos benutzen (beim Verkaufsstand des Vereins), damit man die Vögel versetzen kann und das Entwischen der Vögel möglichst viel beschränkt wird.

4.3 Fahrzeuge, die während der Messe im Verkaufsraum abgestellt werden dürfen, enthalten höchstens 5 Liter Kraftstoff. Außerdem muss der Hauptschalter ausgeschaltet sein.

4.4 Rauchen ist in den IJsselhallen strengstens untersagt. Dies ist eine gesetzliche Maßnahme. Das Verbot wird überall in den IJsselhallen gezeigt. Bei Verstoß werden Maßnahmen ergriffen.

5. Aufsicht 

5.1 Während der Vogelmesse gibt es Messemitarbeiter, Qualitätsinspektoren und einen zuständigen Tierarzt. Sie beaufsichtigen unter anderen: - die Beachtung der Reglemente - Kondition, Unterbringung u.s.w. der zum Verkauf angebotenen Vögel - das Benehmen des Publikums (Rauchen u.s.w.)

5.2 Der Vorsitzender, der Vizevorsitzender und der Sekretär des Vereins sind berechtigt Austeller sowie Besucher der Messe bei Verstöße oder fehlverhalten den Zutritt zu verweigern. Dies ist ohne Rückerstattung.

5.3 Das Gesundheitsamt kann stichprobenartig kontrollieren. Das Amt kann auch prüfen, ob die Veranstaltung den geltenden Anforderungen und dem Gütezeichen entspricht.

5.4 In den IJsselhallen gibt es ein Sanitätsteam. Daneben gibt es im Messebüro eine Liste der Katastrophenhelfer. Ein Sicherheitsdienst fördert einen ungefährlichen Eintritt und eine sichere Bleibe in der Halle. Auch werden Sicherheitsleute für den Sicherheit der Besucher eingesetzt.

5.5 Das Lautsprechersystem wird von einem Mitarbeiter der Messekommission betätigt. Im Notfall können die Nottüren auf einmal geöffnet werden. Hierfür sind die IJsselhallen verantwortlich. Die Mitarbeiter bekommen hierfür Anweisungen.

5.6 Im Fall einer Kalamität muss man die Hallen verlassen und sich auf den Weg zu den zwei Sammelstellen machen. Mittels Schilder werden diese Sammelstellen an der Seite der Rieteweg gezeigt. Die Vogelmesse wird erst dann eröffnet, wenn alle Fahrzeuge, die zur Belieferung Morgens hinein gefahren sind, aus den IJsselhallen abgefahren sind.

5.7 In den Hallen gibt es Imbissbuden und Flächen zur Erholung. Toiletten sind ausreichend verfügbar.

6. Aussteller

6.1 Die Messekommission kümmert sich um einen Plan der IJsselhallen, worauf die Stände der Aussteller, die reserviert haben, eingezeichnet sind. Diese Daten sind im Messebüro vorhanden.

6.2 Untervermietung der reservierten Ständen und das Mitbringen von zusätzlichen Besuchern ist untersagt.

6.3 Im Messebüro ist eine Liste vorhanden, worauf die Daten der Aussteller stehen. Auf Wunsch werden diese Daten an externe Inspektoren (z.B. des Gesundheitsamtes), die laut Gesetzgebung Befugnisse haben, zur Verfügung gestellt.

7. Zum Verkauf angebotene Vögel

7.1 An den zum Verkauf angebotenen Vögeln werden folgende Bedingungen gestellt:- Vögel sollten vorzugsweise mit einem nahtlos verschlossenen Beinring beringt werden. Mit einem Vogel richtigen Durchmesser. Der Vogel ist nicht mit einem nahtlos verschlossenen Beinring umringt sollte eine Erklärung über die gegenwärtigen Ursprung dieser Vögel sein. - Die Vögel sollen gesund und unbeschädigt sein. Kranke Vögel und Vögel mit Beschädigungen/Verletzungen sollen sofort von der Messe entfernt werden. - Unselbständige Vögel werden nicht zugelassen. - Wachteln und damit gleichgestellte Bodenvögel, sowie Fleischtauben, Sprösslinge der Columba livia werden als Geflügel betrachtet und sind nicht erlaubt. - Europäische Kulturvögel und ihre Hybriden müssen mit einem geschlossenen Pfotenring versehen sein. Ausstattung und Durchmesser müssen der Regelung „afgifte en kenmerken naadloos gesloten pootringen en andere merktekens“ des Flora- und Faunagesetzes (2002) erfüllen. Wird eine Abweichung festgestellt, dann muss der Vogel von der Messe entfernt werden.

- Vögel, die erwähnt werden in der Anlage A der CITES-Verordnung, dürfen nur verkauft werden, wenn sie mit einer festen Pfotenring oder Transponder versehen sind. Die aktuellen CITES-Formulare müssen bei den Vögeln anwesend sein. Wenn dies nicht erfüllt wird, muss der Vogel von der Messe entfernt werden.

7.2 Gesundheitsforderungen der Vögel: Die Vögel eines Inhabers aus den Niederlanden, EU- oder EWR-Mitgliedsstaaten müssen den Gesundheitsforderungen von Artikel 7 der EU-Richtlinie 92/65 erfüllen. Die Vögel sind: a. stammend aus einem Betrieb wo seit 30 Tagen vor dem Versand keine Vogelgrippe festgestellt worden ist. b. stammend aus einem Betrieb oder aus einer Region wo keine Beschränkungen für die Bekämpfung der Krankheit von Newcastle gelten. Für Papagei-artigen gilt außerdem, dass sie: c. nicht stammen aus einem Betrieb wo oder Kontakt gehabt haben mit Tieren wobei Papageienkrankheit (Chlamide psittaci) festgestellt worden ist. Das Verbot gilt mindestens zwei Monate, ab dem Moment, als der letzte Fall diagnostiziert worden ist, wobei eine anerkannte Behandlung unter Aufsicht eines Veterinären vollbracht ist.

8. Verkaufskäfige

8.1 Die Vögel, die zum Verkauf angeboten werden, sollen vorzugsweise in den Käfigen untergebracht werden, in denen sie auch während der Messe untergebracht sind.

8.2 Die Verkaufskäfige sollen auf den Tischen gestellt werden. Vögeln in Käfigen sind auf den Boden untersagt.

8.3 Die Käfige sollen sauber und ganz sein. Sie sollen mit Stangen versehen sein, sowie mit sauberen Versorgung für frisches Futter und frisches Trinkwasser (in manchen Fällen für wasserhaltendes Obst).

8.4 Beim aufstapeln der Verkaufskäfige soll die Zufuhr von frische Luft und genügend Licht gewährleistet sein.

8.5 Die Zahl der Vögel in einem Käfig soll beschränkt werden. In einem Universalkäfig sollen höchstens zwei Vögel untergebracht werden (sehe auch: Unterbringung der Vögel).

8.6 Die Käfige, worin die Vögel für den Verkauf untergebracht werden, sollen im Verhältnis zur Gröβe der Vögel sein.

8.7 Wenn in den Verkaufskäfige zu viel Vögel abwesend sind, sollen Sie das auf Anweisung der Qualitätsinspekteuren ändern. Bei Nichtbefolgung können Sie ohne Rückerstattung der schon bezahlten Gelder von der Messe entfernt werden. Die Organisation ist nicht haftbar für Krankheiten und/oder andere Mängel oder Eingriffe der eingebrachten Vögel auf (Veranlassung von) der Vogelmesse, entweder von den Austellern, noch von den Käufer der Vögel und/oder von Sachen oder Besuchern.

9. Transport

9.1 Die Vorschriften für Tiertransport sind auf Europäischer Ebene festgestellt. Die Transportbestimmung gilt für alle Wirbeltiere, die mit einem wirtschaftlichen Zweck transportiert werden. Dies ist auch der Fall, wenn Sie zum Beispiel Vögel auf der Vogelmesse verkaufen möchten. Es gibt verwaltungstechnische Verpflichtungen und Vorschriften im Bezug auf unter anderen: - die Art und Wiese wie Tiere behandelt werden müssen - wann Tieren nicht transportfähig sind - wie Transportmittel eingerichtet sein müssen - welche Fahrpläne betätigt werden müssen

9.2 Die Vögel können in Transportkäfige zur Messe transportiert werden. Diese Käfige müssen mit einer saugfähigen und staubfreien Bodenbedeckung versehen sein. Aus Sicht des Tierwohls empfehlt es sich kein Futter zu benutzen. Wenn der Transport mehr als vier Stunden dauert, muss es im Transportkäfig ausreichend frisches Trinkwasser und Futter geben.

9.3 Wenn der Transport von lebendigen Tieren eine wirtschaftliche Tätigkeit ist, braucht fast jeder Beförderer eine Fuhrgenehmigung. Dies ist von der Art des gewünschten Transports abhängig.

9.4 Für mehr Auskünfte über die Gesetzgebung oder für die Anfrage einer Fuhrgenehmigung, besuchen Sie bitte die Webseite: www.vwa.nl (über Onderwerpen à Dieren, dierlijke producten à vervoer levende dieren) oder schauen sie unter http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=URISERV:f83007.

9.5 Seit dem 1. Januar 2007 ist die Tiertransportverordnung in Kraft. Es handelt sich um Verordnung (EG) Nr. 1/2005. Jeder Aussteller, der an der Vogelmesse teilnimmt, muss obenstehendes beachten und trägt dafür selbst die Verantwortung.

10. Eigentumsnachweis/Gesundheitsnachweis

Für den Handel und den Transport von Tieren und tierische Nebenerzeugnisse innerhalb der Europäischen Union sind ein Eigentumsnachweis und ein Gesundheitsnachweis Pflicht. Wenn Tiere von einem Land in ein anderes Land transportiert werden, müssen sie mit diesen Nachweisen einhergehen.

11. Prüfung von der Organisation

Die Organisation ist zu allen Zeiten befähigt zu prüfen, ob die Bedingungen aus diesem Reglement eingehalten werden. Im Fall des Nichtbeachtens von Artikel 7 hat die Organisation das Befugnis, die Pfotenringe und Papieren zu prüfen. Wenn der Aussteller eine solche Prüfung nicht erlaubt, soll er sofort den Verkaufsraum ohne Zurückerstattung der bezahlten Gelder verlassen.

12. Messebüro

Das Messebüro ist für den Verlauf der Vogelmesse zuständig. Aussteller und Besucher können sich hier für allerhand Fragen und Sachen melden. Denken Sie hierbei an: Auskünfte über die Vogelmesse, Beschwerden, Auskünfte über den Vogelfreundeverein „de volierevriend“ und Diebstahl oder verlorene Sachen. Auch die Presse und die Verwaltungsbehörde sollen sich beim Messebüro melden.

13. Haftung Der Verein

„de volierevriend“ ist nicht haftbar für Verhinderung der Durchführung der Vogelmesse oder in Bezug auf (der Drohung) der Vogelgrippe und anderer (möglicher) übertragbarer (Tier)Krankheiten und/oder durch Maβnahmen (der Behörden), die in Bezug auf (drohende) derartige Krankheiten genommen werden. Diese gelten als übermacht für die Organisation. Der Verein ist niemals haftbar für indirekten Schaden, inklusive Firmenschaden, Folgeschäden, Gewinnausfälle oder Stagnationen. Teilnahme und Besuch an der Messe ist völlig auf eigene Rechnung.

Die Marktkommission des Vereins „de volierevriend“,

Zwolle, den 10. Mai 2015 [Deutsche Übersetzung: im Dezember 2016]